Doxylamin

Doxylamin ist der Name des Wirkstoffs, wird er in seiner Salzform als Doxylaminsuccinat eingesetzt. Nach der Aufnahme wird das Succinat wieder abgespalten und verstoffwechselt. Der Wirkstoff wird seit vielen Jahrzehnten verwendet und gilt daher als gut bekannt.

Wirkung im Körper

Doxylamin ist ein Antihistaminikum der ersten Generation. Es blockiert bestimmte Histaminrezeptoren und wirkt dadurch beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Als Nebenwirkung oder bei zu hoher Dosierung kann es müde machen.

Wie hilft es gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?

Durch seine Wirkung auf das Nervensystem beeinflusst Doxylamin auch Signalwege, die an der Entstehung von Übelkeit beteiligt sind. Dadurch kann es helfen, das Übelkeitsempfinden zu reduzieren. In der Schwangerschaft wird es gezielt und niedrig dosiert eingesetzt und häufig abends eingenommen, da es müde machen kann.

Doxylamin und Pyridoxin in Kombination

In der Schwangerschaft kommt Doxylaminsuccinat oft in Kombination mit Vitamin B6 (Pyridoxin) zum Einsatz, da sich die Wirkmechanismen ergänzen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Müdigkeit, trockener Mund oder Benommenheit, meist abhängig von der Dosierung. Die Anwendung sollte ärztlich begleitet erfolgen, insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme anderer beruhigend wirkender Medikamente.

Quellen
  • Koren, Gideon, et al. "Effectiveness of delayed-release doxylamine and pyridoxine for nausea and vomiting of pregnancy: a randomized placebo controlled trial." American journal of obstetrics and gynecology 203.6 (2010): 571-e1.
  • Madjunkova, Svetlana, Caroline Maltepe, and Gideon Koren. "The delayed-release combination of doxylamine and pyridoxine (Diclegis®/Diclectin®) for the treatment of nausea and vomiting of pregnancy." Pediatric Drugs 16.3 (2014): 199-211.
  • Oliveira, Lauren G., et al. "Ondansetron compared with doxylamine and pyridoxine for treatment of nausea in pregnancy: a randomized controlled trial." Obstetrics & Gynecology 124.4 (2014): 735-742.