Im 3. Trimester ist Übelkeit seltener. Wenn sie auftritt, liegt das meist am Druck der wachsenden Gebärmutter auf Magen und Verdauung.
Im dritten Trimester richtet sich der Körper zunehmend auf die bevorstehende Geburt aus. Übelkeit ist in dieser Phase deutlich seltener als zu Beginn der Schwangerschaft, kann bei einigen Frauen jedoch erneut auftreten oder neu entstehen.
Im Gegensatz zum ersten Trimester sind hormonelle Ursachen nun meist weniger ausschlaggebend. Stattdessen spielen körperliche Veränderungen eine größere Rolle: Die wachsende Gebärmutter übt Druck auf Magen und Verdauungsorgane aus, was zu Völlegefühl, Sodbrennen oder gelegentlicher Übelkeit führen kann. Auch eine verlangsamte Verdauung kann das Unwohlsein verstärken.
Zusätzlich kann Müdigkeit, Schlafmangel oder eine insgesamt höhere körperliche Belastung im letzten Schwangerschaftsdrittel zu Übelkeit beitragen. Manche Frauen reagieren in dieser Phase empfindlicher auf große Mahlzeiten oder bestimmte Lebensmittel.
In den meisten Fällen ist Übelkeit im dritten Trimester harmlos und vorübergehend. Treten jedoch starke oder plötzlich zunehmende Beschwerden auf, insbesondere in Kombination mit anderen Symptomen, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Insgesamt steht das dritte Trimester im Zeichen der körperlichen Vorbereitung auf die Geburt – mit Veränderungen, die sich auch im Magen-Darm-Bereich bemerkbar machen können.
Im 3. Trimester kann die wachsende Gebärmutter den Magen nach oben verdrängen. Dadurch gelangt Magensäure leichter zurück in die Speiseröhre – was Übelkeit oder Sodbrennen begünstigen kann.
Im dritten Trimester hat sich der Körper stark verändert, um Platz für das wachsende Kind zu schaffen. Die Gebärmutter ist nun deutlich vergrößert und reicht bis unter den Rippenbogen.
Durch diesen Platzbedarf werden die umliegenden Organe nach oben und zur Seite verdrängt. Der Magen liegt höher als gewöhnlich und wird zusammengedrückt, was dazu führt, dass er sich schneller voll anfühlt. Gleichzeitig steht der Übergang zwischen Magen und Speiseröhre unter Druck, sodass Magensäure leichter zurückfließen kann. Das begünstigt Sodbrennen und kann auch Übelkeit auslösen.
Der Darm hat weniger Raum, seine Bewegungen verlangsamen sich, und das Zwerchfell wird nach oben gedrückt, was das Atmen etwas anstrengender machen kann. All diese Veränderungen sind normale Anpassungen an die fortgeschrittene Schwangerschaft. Sie erklären, warum manche Frauen im dritten Trimester trotz stabiler Hormonlage erneut Übelkeit oder ein unangenehmes Druckgefühl im Oberbauch verspüren.